Frequently Asked Questions und was Euch sonst noch interessieren könnte...

Musiker und Bands auf der Suche nach einem Label...
dürfen gerne ihr Demo schicken. Allerdings möchten wir vorneweg schicken, dass in der Regel eher wir auf die Bands die uns interessieren, zugehen. Daher: schickt bitte nicht sofort, nachdem Ihr unsere Adresse notiert habt, ein Päckchen auf den Weg! Wir können potenzielle Enttäuschungen vermeiden, wenn Ihr Euch vorab intensiv durch unsere Seiten blättert: hört die Musik, stöbert im Archiv, wälzt die Interviews und Pressetexte. Wenn Ihr dann immer noch glaubt, wir könnten ein Team werden, solltet Ihr noch folgendes wissen:

red.can.records. ist kein Major-Label. Heißt:Die Bands bekommen keine mehrwöchige Studio-Aufenthalte bezahlt, da muß das eigene Sparschwein herhalten! Auch bei der Produktion müssen sich die Bands finanziell beteiligen. Das mindert zum einen das Risiko auf Seiten des Labels und nimmt zum anderen die Musiker stärker in die Pflicht, Eigenengagement aufzubringen. Eine Veröffentlichung bei red.can.records. ist eine Überzeugungstat, die Umsetzung einer Idee, die liebevoole Fertigung eines Tonträgers, keine kommerziell orientierte, beliebige, aus Vollplastik produzierte Massenware!


red.can.records. veröffentlicht Objekte, keine Produkte!. ...und der Labelchef ist idealistischer Künstler, kein Betriebswirtschafter. Daher gibt es höchstens eine Handvoll Veröffentlichungen pro Jahr. A), weil für Mehr die zeitlichen Kapazitäten nicht ausreichen, wir B) Qualität der Quantität bevorzugen und C), leider, nie genügend Geld für mehr zur Verfügung steht.

Die Liebe zur Musik, zu Vinyl und zur Verpackung. Das sind die drei Pfeiler auf die red.can.records. errichtet worden ist. Das ist unsere Ideologie.

Zum Schluß ein kleiner Einblick in den Produktionsablauf zum anstehenden Release eines Indie-Labels...

Hey, wir bringen ´ne Platte raus!
Die Reihenfolge geht eigentlich so: Band klopft bei Label an die Tür und gibt Label ungemasterte Aufnahmen, Label sagt: "OH! das und das und das ist cool, das und das und das würd ich so und so machen..." Band grummelt, mault, gibt sich einsichtig, zieht von dannen. kommt wieder. Label gnadenlos begeistert, frenetischer Jubel, geimeinsames Besäufnis und Schulter klopfen. Die Sachen gehen zum Mastern. Band macht Artwork, Label sagt: "OH! das und das und das ist cool, das und das und das würd ich so und so machen..." Band grummelt, mault, gibt sich einsichtig, zieht von dannen. Kommt wieder, zeigt zweiten Entwurf, Label gnadenlos begeistert, frenetischer Jubel, geimeinsames Besäufnis und Schulter klopfen. Das gemasterte Material geht an den Vertrieb zum vorabhören und begutachten. Vertrieb sagt: "OH! das und das und das ist cool, das und das und das würden wir so und so machen..." Label und Band grummeln, maulen, geben sich einsichtig, ziehen von dannen. Kommen wieder, zeigen endgültiges Produkt, Vertrieb gnadenlos begeistert, frenetischer Jubel, geimeinsames Besäufnis und Schulter klopfen. Label sagt: "Machen wir also schönes Vinyl mit beigelgter CDR, kostet insgesamt 100 Fantastilliarden, Band muss sich leider aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse mit etwa 30 Megallionen beteiligen, sonst ist das Projekt nicht realisierbar." Band grummelt, mault, gibt sich einsichtig, zieht von dannen. Kommt wieder, legt Anteil auf den Tisch, frenetischer Jubel, geimeinsames Besäufnis und Schulter klopfen. Das Label setzt die Plattenproduktionsmaschinerie in Gang, heraus kommt etwas wunderbares. Nach etwa einem Jahr stellt sich heraus: Keiner ist reich geworden. Aber geil wars schon!