::: ARE WE ELECTRIC - rezensionen zur platte - can8 "novoc" :::

If ever a band could be described as a power trio, the designation would fit Are We Electric? perfectly. This German bass/drums/guitar unit clobbers the hell out of their respective instruments (and their listeners) for a solid half hour, never letting up. Each song is a madcap dash for some mythical destination with the players sideswiping, spearing and gouging one another’s eyes out with such fervor that they rarely reach the end of the proverbial rainbow. AWE’s barbaric, self-destructive tendencies both make and break NoVoc. Even the most grizzled post-hardcore junkie can’t argue with their trebly instrumental onslaughts. Crisp engineering insures that each note punctures the flesh (the bass tone is particularly deadly), and for all of their angularity, the band never gets so bogged down in mathy see-sawing that they come off as cold or mechanical. This is not one of those “you really have to seem ‘em live to get it” acts – their cock-tastic air raids will come across loud and clear on your home speakers. By always firing on all six cylinders, however, AWE undercut themselves. They drain their limited well of riffs fairly quickly and the songs begin to run together. Their minimal setup also works against them – they’re just not able to create as much noise as they would like to with only three instruments, leaving their songs feeling thin and underdeveloped. Without extra guitar accents or additional instrumentation, the album fails to remain very interesting. A vocalist, or a little well-placed restraint, could also break the monotony. In any event, these songs beg for an extra element to complete them; as it stands now, they feel like works in progress - albeit very violent, pummeling ones. Reviewed by Phillip Buchan
lost at sea.net, frühjahr 2005

Krautrock is nothing new. This German instrumental outfit shies away from the current dirge and drone trend, instead leaning toward prog. Despite the cheesy fifties-era radio samples the group insists upon utilizing to an almost annoying degree, Are We Electric? is not an electric band at all -- their music is an addictive blend of surf and garage that will get its hooks in you early and refuse to let go. Recorded, mixed, and mastered over a mere three days in 2003 (although listeners will be hard-pressed to find fault with the album's production value), Novoc is full-on rock from start to finish; songs like "Segments of Zero", "Terra Digital" and "Transformer", despite their electronic-sounding names, hint at what Faith No More have sounded like if they hadn't hired another vocalist after firing Chuck Mosley back in '88. When Are We Electric? haul out the keyboards, it's usually for effect -- for example, the ray-gun blips at the beginning of "The Connection Between Cause and Effect", one of the album's faster-paced songs. This cut's frenetic drumbeat and slam-fisted bassline propel it to a frenzied peak, from which it dives, gracefullly, into surf-rocking "Automatic Self Control"'s sample-ridden intro. "M.A.G." is another surf-punk classic; its "Rock Lobster" melody will get toes tapping, and the underlying "private eye" narration makes for an eerie experience. Some listeners will find fault with the trio's short, comparatively anonymous rock songs; the band adheres strictly to the three-minute format (only a trio of tracks run longer) and many of them sound a lot alike. However, Are We Electric's unique, updated take on classic styles is a refreshing alternative to typical instrumental indie rock, and begs to be experienced in a live setting. These days, surf-rock and its offshoots are typically relegated to B-movie soundtracks and small, dingy clubs. Are We Electric? deserve better. Their name is probably a stab at their countrymen who prefer keys over six-strings -- reminding us that even in 2005, the electric guitar is still rebellion's favorite instrument. -- David A. Cobb “
splendidezine.com, frühjahr 2005

Radiofetzen über der Gischt des sauren Ozeans. Eine Welle, die dich heiß erwischt und dir das Fleisch von den Knochen spült. Auf diesem Schaum reiten nur die völlig Derangierten, denen die Verdunstungen entlang der apokalyptischen Strände die Nerven stahlhart gekocht haben. Surf Punks must die! Diese elektrisierte Bande aus Stuttgart kontrolliert die toten Ufer jenseits der Hoffnungslosigkeit. Die Traditionalisten trauen sich nimmer hierher... Traditionalisten verklären ihre Angst mit einem Kult um das Gestrige. Das Ewige. Sie werden sich schwer tun, das anzuerkennen, aber das Ewige hat eine Grenze und Surf eine Zukunft. Pothässlich, ätzend und aufs abscheulichste von Punk und Noise infiziert... die ehrlichste Färbung dieses Sounds seit Beginn der Ölteppiche.“
persona non grata, #61 frühsommer 2004

Dass Instrumentalmusik viele Gesichter hat, ist nur logisch, und trotzdem ist es immer wieder spannend zu sehen, mit welchem sie einen gerade zu überraschen gedenkt. Are We Electric? geben sich mit Gitarre, Bass und Schlagzeug fast rockistisch klassisch, haben einen vage an Gary Numan und seine Tubeway Army erinnernden Namen und beantworten die darin gestellte Frage gleich in den ersten Takten mit einem entschiedenen "Ja!". Dabei ist die Musik des Stuttgarter Trios gleichermaßen elektrisch wie elektrisierend, energetisch wie komplex und verweist auf Postrock und Mathcore gleichermaßen wie auf Surf und New Wave. Shellac und Man or Astroman? klingen durch, älteres wie Devo oder gar Gang of Four ebenso, sind aber allesamt nur wenige von vielen kleinen Zutaten, die mehr als die Summe der einzelnen Teile ausmachen und den vierzehn Songs zu guter Letzt eine ganz eigene Note verleihen.“
the gap, #53 apri/mail 2004

Ganz neu ist das, was ARE WE ELECTRIC? aus Stuttgart auf "novoc" praktizieren, nicht. Aber so gekonnt wie sie hat sich bislang kaum jemand Albinische Produktionstechniken angeeignet. Vor allem nicht, um damit ein furioses Noise/Surf-Epos irgendwo zwischen Shellac und Man Or Astroman? in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Das ist Musik, die zu weiten Teilen auf übermäßige Eleganz pfeift, um stattdessen mit größtmöglicher Unmittelbarkeit aus den Boxen zu springen. Ziemlich gut, das.“
spex, # 276 mai 2004

Surf/Noise/Rock. Gibt´s nicht? Gibt´s doch - und zwar auf "novoc" mehr denn je. Auf ihrem Debüt gingen die namenlosen Musiker von Are we Electric?, die aus dem Stuttgarter Umfeld von Bands wie Bhang Dextro oder Craving stammen, noch vergleichsweise entspannt zu Werke. Das zweite Album ist dagegen deutlich aggressiver geworden, ein Hammerschlag für alle Surffans, die dabei nur an Hawaii-Hemden und Cocktails denken. Sowas passt zu ARe we Electric? nicht. Und macht die Musik umso spannender.“
uncle sallys , #95 april 2004

Hier gehts mal ordentlich zur Sache! Das Stuttgarter Trio fegt mit seinem 35-minütigen, nicht leicht zu definierenden Orkan aus wildem Surfsound, Rock und kräftigem Indie-Gitarrengeschrammel dermaßen übers Land, das man sich schon mal dezent verneigen muss. Von vorne bin hinten überzeugt der zweite Longplayer, keine Schwächen im Gepäck - im Gegenteil: die Schwaben-Fraktion beantwortet selber ihre Fragestellung im Bandnamen. Are We Electric? Yes you are! Dieses Album entspricht dem Mittelfinger in der Steckdose, wobei ungewöhnlicherweise der Gesang komplett fehlt. Ein paar Samples reichen hier aus, um einen Sänger zu ersetzen, die Message kommt hier sowieso allein über die Musik. Das gelungene Artwork unterstütz weiter die Geradlinigkeit der Mannen, wenn das alles live auch so knallt, dann mal los! Unbedingt antesten, mal was anderes.“
shreddermag, #15 april 2004

Munter-krachiger Post-Surf-Indie-Rock-Dreier auf dem neuen Münchner Wohnzimmer-Label Red Can Records. Nach liebevoll verfremdeten talking-und sci-fi-sound-intros prallen high end bass, treble guitar und loud drums aufeinander, um sich in den genretypischen kurzen Stücken lautstark aneinander abzuarbeiten. In Punkmanier an drei Tagen "recorded, mixed and mastered", sollte bald auch live noch eine größere Gemeinde zu überzeugen sein.“
cinesoundz.de, april 2004

Kinder ... grade hat´s mich weggeblasen. Eine Scheibe, wie´n riesiger Orgasmus bzw. wie man sich sowas vorstellt). Punk und Surf treffen sich, ohne Surfpunk zu sein. Für alle, die wie ich darauf gewartet haben etwas Innovation in Sachen Surf zu finden, sei diese Medizin dringendst empfohlen. Konzept ist ähnlich wie "Your Weight on the Moon" von Man...Or Astroman?, also mit dem Scientist Gequatsche und so, dann bricht´s aber über einen herein. Ohne wirkliche Anlehnungen an Sixties Surf wird die Lead-Gitarre brachial in ein Punk Geknüppel eingebaut, dass es sich gewaschen hat. Mit Geknüppel meine ich Speeeeeed, nicht Unfähigkeit. Alles, was man sonst gemeinhin an sauberer Surf-Gitarre kennt, wird hier einfach als Schrubber benutzt und drübergebürstet. Verlässt manchmal die Leit-Pfade, um dem ganzen Drive Platz zu machen und kommt wieder um das Ohr zu schmeicheln. Und das alles ohne Vocals. Scheisse, diese Drogen möchte ich auch fressen um so draufzukommen. Hiermit rufe ich alle Freunde von mir auf, bis Ende dieses Jahres diese Platte zu besitzen. Sonst...?!“
trust, #105 apri/mail 2004

Ein Teil dieser Band wird so den ca. 30 Leuten, die im Dezember 2001 bei dem Konzert mit Craving im Café waren, bekannt vorkommen, da sind nämlich Leute von Bhang Dextro, dem damaligen Support, mit dabei, das war die Band, die einen nicht zu verleugnenden Shellac-Einschlag hatte und von denen mich einer (optisch) an Garth aus Wayne's World erinnerte. Nun, das ist nun schon ne Zeit her, obige Band gibt's nicht mehr, dafür die hier, und die hatten schon vorher eine Platte draußen, die ich nicht kenne, aber wohl Vocals hat, und jetzt haben sie fix ihre 2. nachgeschoben, instrumental, eben NoVoc. Dafür Samples, die sich schön einfügen, und ein kleiner Shellac-Touch ist geblieben, jedoch verbunden mit einer viel größeren Portion Surf und so was. Ziemlich knallig und energetisch, hätte ich gar nicht gedacht. Surf ist ja eigentlich nicht so meins, aber hier kommt's gut, und die üblichen Vergleiche mit Man Or Astro-Man muss sich die Band schon gefallen lassen. Erschienen ist die Scheibe auf Red Can Records in München, das wie inzwischen dort üblich nicht am Artwork gespart hat, hier mal wieder ein schönes Sieb-druck-Cover. tk“
yot-zine, april 2004

Are we Electric? Yes. Are we exciting? No! Instrumentaler Punkrock macht wohl ungefähr genauso viel Sinn, wie sich mithilfe eines Sprengstoffgürtels in die ewigen Jagdgründe zu verabschieden! Wem hilft das, wer braucht das? War nicht die Vermittlung von Inhalten, die Kommunikation zwischen Musiker und Publikum, eine der wenigen Grundfesten von Punk? Wer braucht einen instrumentalen Klangteppich aus immer denselben, mit Surfgitarren aufgemotzten, 3 Barreakkorden auf Albumlänge, abgesehen von irgendwelchen findigen Regiesseuren, die "novoc" als Sounduntermalung einer Autoverfolgungsjagd in Betracht ziehen könnten. Ich brauch es jedenfalls nicht!“
slam-zine, #13 märz-april 2004

Mit "novoc" legen ARE WE ELECTRIC? den legitimen Nachfolger zu "StressLoungeMusic" vor. Der Titel deutet es bereits an, auf Vocals wurde diesmal im Gegensatz zum Debüt ganz verzichtet. Lediglich ein paar Samples sorgen fürs gesprochene bzw. gesungene Wort. Ansonsten bleibt dem Stuttgarter Trio aber alles beim Alten. Auch auf "novoc" können ARE WE ELECTRIC? nicht ihre Vorliebe für Bands wie MAN OR ASTROMAN? oder DEVO verleugnen. Postrock? Surf? New Wave? Punk? Indie? So richtig in eine Schublade lassen sich AWE? nicht stecken. Am ehesten schon in die Kommode mit all den genannten Fächern. Das Album hat Energie, knallt und wird trotz - oder vielleicht gerade wegen - des fehlenden Gesangs überhaupt nicht langweilig. Kaum zu glauben, dass so überzeugend im Schwabenländle gerockt wird. Und wem das noch nicht reicht, der soll sich mal das Interview mit der Band in OX #51 durchlesen. “
OX-Fanzine, #54märz 2004

Die Stuttgarter schieben ihren Zweitling auf red.can.records hinterher und überraschen (zum Glück) nicht! Das klassische Rocktrio reduziert den Sound weiter auf das wesentliche, verzichtet komplett auf Gesang und rockt hart, harsch und trocken nach vorne. HC-Math-Surf zwischen Man or Astroman, Devo und Shellac. 36 Min. auf 180 gr. Vinyl mit schicken Siebdruck Cover.“
www.flight13.com, februar 2004


 


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