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MITOTE - rezensionen zur platte - can12 "starter" :::
TRUST
neu VICE
neu TBA
neu blueprint fanzine
neu slam zine
neu music scan
neu plastic bomb
neu rote raupe
terz
sellfish.de
in-münchen
flight13 OX-fanzine
„Dass
sich Mitote selbst als Punkband bezeichnet gibt mir leicht zu denken. Auf der
einen Seite würde ich mich natürlich freuen, wenn generell der Begriff
"Punk" sich in solche wunderbare Produktionen hinentwickelt, auf der
anderen Seite ist schlussendlich der Begriff als solches behaftet mit einer
30-jährigen Tradtion. Jeder kann sich selbst bezeichnen, als was er will,
doch ich sage, Mitote sind kein Punk, zumindest nicht im herkömmlichen
Begriffs-Umfeld. Aber was ist es dann? Hmm. Habe ich mir selbst ein Ei gelegt.
Musikalisch geht die Band in Richtung soften Hardcores mit teils sehr direkten,
messerscharfen Riffs, mal mehr Speed, mal den Gang raus. Der deutsche Gesang
ist zurückhaltend, fast schon erzählerisch. Oft werden Strophen zwischen
den Riffs gekappt, was fast schon einen eigenen Break erzeugt. Intelligent gemacht.
Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich die Platte seit 2 Wochen fast
jeden Tag hab laufen lassen, was für mich persönlich eher untypisch
ist, jedoch dafür spricht, dass die Scheibe etwas hat, was die meisten
nicht, nämlich Atmosphäre und Eigenleben. Zudem, fast schon als Gesamtkunstwerk
zu sehen, ein hübsches Artwork von red.can. wie man es von anderen Produktionen
gewohnt ist. Dies ist eine Liga von Veröffentlichungen, die schwer zu erreichen
ist. Absoluter Tipp. (joachim)“
TRUST, #122,
feb 2007
„Wenn
es darum ging, deutschen EmoPunk in gut zu verorten, dann kreiste der Finger bislang immer automatisch in den nördlichen Breitengraden der Landkarte.
Ist es eigentlich die Außerkraftsetzung der vermeintlichen Reviersounds, wenn am anderen Ende der Republik gleichgut musiziert wird oder ist es ein Zeichen
dafür, dass das Sendungsbewusstsein von Küstenpunkrock bis nach Bayern strahlt? Das hier ist so But Alive, Turbostaat und Oma Hans, wie es sonst nur But
Alive, Turbostaat und Oma Hans sind oder waren. Sehr wertig verpackt in einem Siebdruck-Sleeve auf Reliefkarton. Und inklusive CD-Version
des Albums. Die zuständige Plattenfirma demonstriert einmal mehr Hellsichtigkeit.“
VICE, feb 2007
„Nicht,
dass es über Mitote selbst nichts zu sagen gäbe – das Münchner
Quartett steht für hochqualitativen (Punk-)Rock mit intelligenten deutschsprachigen
Texten, wie er seit But Alive oder Oma Hans nicht mehr gespielt worden ist.
Aber dennoch, man muss einfach auch auf die Covergestaltung der vorliegenden
LP eingehen. Das Münchner Label Red Can Records hat sich ja in den letzten
Jahren zu einer Institution in Sachen großartiger Plattendesigns entwickelt,
mit dem vorliegenden Cover hat man sich nun aber selbst übertroffen: Die
Krokoleder-Haptik des Kartons ist einfach mehr als gelungen. Trotz seiner Liebe
zu Vinyl ist das Label aber auch digitalen Speicherformen gegenüber aufgeschlossen,
weshalb jeder Platte eine CD gleichen Inhalts beiliegt, um es den iPod-Besitzern
unter den Mitote-Fans etwas leichter zu machen. Dank der 16 politisch hochmotivierten
Songs auf "Starter" wird sich die Band aber wohl auch aus eigener
Kraft und unabhängig von derartigen Extras eine ordentliche Gefolgschaft
erspielen.“
TBA, jan 2007
„(ob)
Tired of Punkrock? Dann vielleicht mal MITOTE hören. Denn die klingen wie
eine wohldosierte Mischung aus Punkrock, Emo und Indie. JUPITER JONES live könnte
man als Referenz nennen. Oder eine Mischung aus KETTCAR und TURBOSTAAT. Endlich
mal etwas Abwechslung in deutschen Punkgefilden, muss man so deutlich sagen.
Das Debüt der Münchner ist zugleich eine Homage an große Verpackungen.
Denn eigentlich erscheint nur eine aufwendig gestaltete Vinyl-Version inkl.
CD mit Krokostruktur. Die mir vorliegenden CD im extrem schicken, neuartigen
Digipack gibt es nur auf Konzerten der Band.
Verpackung hin oder her. Auch musikalisch bietet die Band hohes Niveau. Sowohl
textlich, als auch musikalisch. Schade, dass die Produktion ein wenig zu LoFi
geraten ist, etwas mehr Klarheit hätte meiner Meinung nach an einigen Stellen
durchaus gut getan.
Aber auch so, das hier ist wirklich ein überzeugendes Debüt. 8/10“
blueprint
fanzine, jan 2007
„Wenn
die Wut aus der Musik entweicht aber nicht verschwindet und dafür Eingang
in die Texte findet, Kann man wohl von einem Reifeprozess sprechen. Wörter
versteht jeder, den harten Tönen kann man sich entziehen. Um ihre Forderungen
noch eindringlicher zu formulieren singen MITOTE auf Deutsch. Die Mitglieder
des Vierers stammen aus tief im fundamentalen Hardcore verwurzelten Bands wie
MY HERO DIED TODAY oder PURREN. Wie bereits erwähnt, gehen die Jungs aber
wesentlich gemäßigter ans Werk und lassen auch mal die Eingängigkeit
von SAMIAM oder die Melodie der Alt-Punks von HOT WATER MUSIC durchblicken.
Oftmals wird der Hörer verleitet MITOTE ins UMFELD von KETTCAR einzuordnen,
doch das wäre zu einfach. Alleine der wirklich gelungenen und anspruchsvollen
deutschen Texte wegen, den Vierer mit der deutschen Vorzeigeband ins selbe Boot
zu setzen geht einfach nicht. MITOTE lassen wesentlich mehr in ihrer Musik passieren
als der Stereotyp zulassen würde. Neben ihrer Passion für gereiften
Punk sind es Jazz, Indie und Rock die als Komponenten wesentlich zur Eigenständigkeit
der Band beitragen. (Mathias Mayer, 8/10)“
slam zine,
dez 2006
„Mitote
leben, denken, spielen Punk. Mit diesem Satz beginnt die Bandinfo des Labels.
Mit anderen Bands vergleichen kommt für die Band auch nicht in Frage, also
lassen wir das. Fest steht: Trotz all dem Punk im Blut wird hier nicht wild
drauf los geknüppelt und Hass-Tiraden in's Publikum gespuckt. Im Gegenteil,
Mitote setzen auf ruhigere Töne, klare Melodien und kluge Texte, die nie
platt oder aufgesetzt klingen. So werden zum Beispiel in "Pablo I"
und Pablo II" Texte des chilenischen Autors Pablo Neruda (1904-1973) zitiert.
Nein, blöd ist was anderes. Dass die Band ihre Musik im gesamten sehr ernst
nimmt ist deutlich hörbar. Jedoch nicht nur der Hintergrund, sondern auch
die musikalische Verpackung weiss durchweg zu begeistern. Ein kluges Gespür
für eingängige Melodien, die Texte passend in Szene gesetzt und die
Musik in stimmungsvolle Farben getaucht. Das passt. Spielerische Vielseitigkeit
mit viel Kopf und Gefühl. Herz und Hirn funktionieren gelegentlich eben
doch auch gemeinsam. Und das ist gut so. Richtige Hits sucht man allerdings
vergebens und auch die Produktion könnte ein wenig knackiger sein, aber
das ist Geschmacksache. Daumen Hoch! Ein toller Start einer tollen Band. (7/10)“
music scan,
dez 2006
„Als
ich das erste Lied einlege denke ich sofort "ist Herr Wiebusch jetzt nach
München gezogen oder was?". Also Mitote kommen aus München. Musikalisch
bewegt man sich irgendwo zwischen Hamburger Schule und Flensburger Hinterhof.
Also kurz gesagt versucht Mitote hier den Spagat zwischen Kettcar und Turbostaat.
Dabei wirken die Songs aber oft etwas zu kompliziert. Man kann sich nicht recht
entscheiden wo die Reise hingehen soll. Und das ein oder andere Bandmitglied
hört wohl auch gerne Jazz?!. Die Texte sprechen einem im Grunde schon aus
der Seele, aber manchmal denke ich mir, da wäre weniger auch mehr gewesen!
Eigentlich eine gute Platte, aber irgendwie will sie nicht ganz zünden
bei mir! Ich könnte mir vorstellen, das Mitote live allerdings richtig
intensiv rocken! Ein beachtlicher Standard von Red Can Records (dem Label) ist
mittlerweile, dass zur Lp-Version eine richtig gepresste Cd der Band beigelegt
wird. Ja, für umme! Und das Plattencover ist ja sowas von edel! Da kommen
fast schon Neidgefühle auf. Rauher, fast ledriger Karton und im 3-fach
Siebdruck veredelt. Respekt.“
plastic bomb,
dez 2006
„musik
und platten aus leidenschaft. so lautet das motto der plattenfirma auf dem das
debut album von "mitote" veröffentlicht wird. beides spürt
und hört man. so kommt z.b. das album als vinyl mit beigelegter audio cd
(für alle die keinen plattenspieler haben) auf den markt. dafür kann
man ihnen nur immer wieder viel lob entgegenbringen.aber zur musik die sich
auf diesem album befindet. kurz gesagt, punk mit deutschen texten und politisch
angehaucht. klingt ein bisschen nach klischee, ist es zwar auch, aber bei "mitote"
spielt das keine rolle, dafür machen sie ihre sache viel zu gut. gerade
wenn ich mir all diesen müll, der uns dieses jahr schon gequält und
gefoltert hat noch mal vor das geistige ohr hole. puh, da sollte man wirklich
froh sein um jedes gutes lied in diesem genre. "mitote" haben davon
gleich mal 16 stück auf ihrem album. und wie gesagt, es ist ihr debüt.
jedoch haben alle mitglieder schon vorher viele erfahrungen gesammelt und wissen
daher genau wie und was sie spielen müssen. doch so gut das album auch
ist, und das ist es, klingt die aufnahme doch sehr nach schrott. vielleicht
muss das so sein, aber in zeiten in denen man für so gut wie kein geld
einen ordentlichen sound hinbekommen kann, erstaunt das resultat doch sehr.
selten hat man ein so kraftloses schlagzeug gehört, obwohl dieses alles
andere als kraftlos spielt. schade eigentlich. tore“
rote raupe,
nov 2006
„Junge
Männer zum Mitreißen gesucht! Nicht nur für alte Leimschnüffler
(der Geruch des Recyclingcovers ist äh grenzwertig) sehr zu empfehlen:
das begeisternde Debut des Vierers mit intelligentem Punk, der stark, präzise
und musikalisch vielschichtig Tugenden wie Aufrichtigkeit und Konsequenz ohne
jegliches Pathos definiert, ohne nur ein einziges Mal die Sloganmaschine anzuwerfen.
Mitote bezeichnen sich als politische Band. Angesichts des Gesamterscheinungsbildes
und gelassener Ignorierung subkulturindustrieller Sperenzchen nimmt man ihnen
ihr Engagement und Bewusstsein sofort ab. Zwei der 16 Stücke verwenden
Pablo Neruda-Texte. Wer will, kann Spuren von …but alive, Oma Hans, aber auch
EA 80 heraushören, doch der Gestus ist eigenständig und lässt
Gutes für die Zukunft voraussehen.“
terz, dez 2006
„Dass
die Veröffentlichungen des Münchner Labels Red.Can.Records eine Spur
engagierter, liebevoller und charmanter ausfallen als die vieler Konkurrenten,
spricht sich langsam herum. Und dank dem Debüt von Mitote, mittlerweile
der zwölfte Streich auf Red.Can, sollte allen Beteiligten noch einmal ein
gewaltiger Sprung gelingen.
"Starter" könnte nach Meinung so einiger Kollegen nämlich
die Lücke schließen, welche ...But Alive nach ihrer Transformation
zu Kettcar hinterlassen haben. Soll heißen: Hier wird dem Wörtchen
"Rock" mit deutschen Texten noch gerne einmal die Vorsilbe "Punk"
gegönnt. Zwar nicht ständig, sondern eher sporadisch. Über weite
Teile klingen Mitote nämlich deutlich vielseitiger. So arbeitet man beispielweise
an ausgewählten Stellen mit Samples und agiert auch sonst recht detailverliebt:
Allen voran das ungewöhnliche Booklet untermauert meine These, dass hinter
der Musik von Andi, Matze, Heiner und Erik mehr steckt als der Wunsch, auf bestehende
Deutschrock-Trends aufzuspringen. Dennoch bleibt es der Begriff "Punk",
der einem während der 16 Tracks immer wieder in den Sinn kommt; selbst
wenn die Musik klar auch vom weiteren Independent-Umfeld inspiriert wurde. Vielmehr
sind es die Texte, die fordernd, intelligent und keineswegs platt ihre Spuren
- politischer oder gesellschaftlicher Natur - hinterlassen. Aus der Asche von
My Hero Died Today oder Purren fand sich hier eine Formation, welche in der
Lage ist, die süddeutsche Antwort auf Bands wie Oma Hans oder Turbostaat
zu kreieren. Und dabei nicht aus den Augen verliert, neben Message und Anspruch
das Songwriting in den Mittelpunkt zu stellen. Das Album gibt es übrigens
nur auf Vinyl; dem liegt aber gleich noch die CD bei. Dass es sich in jedweder
Version um einen tollen Start handelt, ist beispielsweise auf unserem Anspieltipp
"2000 Watt Dimmer" nachzuhören. (7/10)“
sellfish.de,
nov 2006
„Ursprünglich
aus den Bands My Hero died Today, Shagadelics und Purren hervorgegangen, widmen
sich MITOTE in erster Linie dem Punk, erweitert um die Spielarten Rock, Indie,
Hardcore und Jazz. Zudem schreiben Sänger Matze Höchst und seine Begleiter
politisch motivierte deutsche Texte, die reflektieren und zuweilen auch anklagen.
"Musik und Platten aus Leidenschaft", so das Motto Ihre Labels, weswegen
es diese Scheibe auch auf Vinyl gibt. Nicht lange fackeln, kaufen!“
in-münchen,
# 22/2006
„Ein
neuer Stern am deutschsprachigen Postpunk Himmel! Die bayrischen Buben, zusammengefunden
aus den Resten von Purren und My Hero Died Today wollen ganz vorne mitspielen
und bringen alle Voraussetzungen dafür mit: Brilliante Musiker, politisches
Bewusstsein und Riecher für angesagte Riffs. Aber das wichtigste - sie
sind authentisch, es scheint sie leben, denken und spielen Punk weil es zu ihnen
gehört wie Luft und Liebe. Zwei Gitarren, die durchaus auch unabhängig
von einander können und gemeinsam ein heftiges Brett schieben, zwei Stimmen
mit intelligenten, reflektierten Texten und eine treibende, schiebende Rhythmusfraktion.
Songwriting, das pendelt zwischen melodiös und brachial tut sein übriges.
Und dabei bleiben sie eigenständig und originell ... natürlich meinen
wir immer Referenzen geben zu müssen, deshalb hier ein Versuch: Muff Potter,
But Alive (mehr als Kettcar, wenn auch die ein bißchen), Turbostaat, Supernichts,
Graf Zahl, ZSK (in ihren guten Momenten!) - melodisch und hart, eben. Sehr cool
verpackt auch: Dicker, edelster Karton im Krokoleder-Style mit dreifarbigen
Siebdruck; jeder Platte liegt die CD bei! 16 Songsin 50 Minuten! * Red Can Records“
flight13, oktober
2006
„Sounds
like... BUT ALIVE, aber sowas von! Die Lieder klingen so schön melancholisch-melodisch,
dass man eigentlich garnicht merkt, mit was für einem Tempo und einer erst
beim zweiten Hören gespürten unterschwelligen Wut im Bauch hier gepunkrockt
wird. Dazu erzählen die Texte auf "Starter" kleine Geschichten
aus dem Alltag der Songwriter, die auch gerne mal politisch und nie wirklich
weinerlich sind - was sehr für die vier Herren aus München spricht.
Plattitüden sucht man auf dem Album vergeblich, die Texte scheinen ziemlich
durchdacht, ohne dabei glücklicherweise zu verkopft oder gar arrogant zu
wirken. Und dann haben red.can.records mit dieser Platte auch noch einen netten
Weg gefunden, das Vinyl zu retten: Man kann daheim gemütlich dem Knistern
der Schallplatte lauschen, aber fürs Auto oder den iPod wurde wohlweißlich
noch eine CD beigelegt. Nett auch, dass es zur Platte ein Textblatt gibt - denn
schließlich haben MITOTE so einiges zu sagen, was es durchaus wert ist,
rekapituliert zu werden. Nun, Schwamm drüber, denn wer auf intelligenten,
astrein komponierten Punkrock steht, der nicht alle seine Ideale über Bord
geworfen hat und es auf hohe Chartplazierungen absieht, ist bei MITOTE garantiert
an der richtigen Adresse. Zur weiteren Überzeugung findet ihr auch einen
Track der Band auf der diesem Heft beiliegenden CD (49:24) (8) Jan Eckhoff.“
OX-fanzine,
#68 nov/dez 2006
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